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Städt. Initiativen gegen Jugendalkoholismus konzentrieren
Die bereits in Stuttgart bestehenden Programme gegen Jugendalkoholismus zu konzentrieren und weiterzuentwickeln – das ist Ziel des Runden Tischs Jugend und Alkohol .

Eingeladen hatte Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster. Die Anregung dazu kam von der Bundestagsabgeordneten Karin Maag, die Berichterstatterin der CDU/CSU-Fraktion für Sucht und Drogen ist.

Am Runden Tisch diskutierten der Bürgermeister für Recht, Sicherheit und Ordnung, Dr. Martin Schairer, die Kinderbeauftragte Roswitha Wenzl, Jugendräte, Vertreter der Kirchen, Vertreter des Handels und der Krankenhäuser. OB Schuster: „Ich freue mich außerordentlich, dass wir einen so breiten Teilnehmerkreis für eine Diskussion am Runden Tisch gewinnen konnten. Das Thema Jugend und Alkohol steht seit geraumer Zeit im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Leider hat Trinken zusehends Eventcharakter. Die Stadt betrachtet dies mit großer Sorge und begegnet dieser Entwicklung mit einem Maßnahmenbündel, an dem Behörden und Institutionen gleichermaßen beteiligt sind. Diesen Ansatz gilt es auszubauen.“

Während der Alkoholkonsum unter Jugendlichen und Erwachsenen in den vergangenen Jahren zurückgegangen ist, nehmen die Exzesse dramatisch zu: 47 Prozent der 17-Jährigen haben Rauscherfahrungen, sechs Prozent der 12- bis 17-Jährigen konsumieren eine selbst für Erwachsene riskante Menge Alkohol. Daher betont die Bundestagsabgeordnete Karin Maag: „Mir ist es ganz besonders wichtig, dass nicht nur Erwachsene über die Köpfe der jungen Menschen hinweg entscheiden, sondern dass am Runden Tisch Vertreter der Stuttgarter Jugendräte sitzen, die mit uns gemeinsam beraten und einschätzen, welche Maßnahmen und Strategien greifen könnten.“

Karin Maag und Roswitha Wenzl werden in den kommenden Wochen Workshops entwickeln, die insbesondere auf die direkte Ansprache der Jugendlichen setzen und die die Eltern gleichermaßen mit einbeziehen. Die Beteiligten wollen die Motivation zum Rauschtrinken in den Fokus rücken. Zwar sei Jugendalkoholismus kein Problem der gesellschaftlichen Stellung, dennoch bestätigten die am Runden Tisch sitzenden Jugendlichen die Analyse, dass gerade diejenigen häufiger zur Flasche greifen, die ansonsten wenig Anerkennung durch Leistung erfahren. Auch hier, so Maag, zeige sich, dass nur eine breite Front Abhilfe gegen übermäßigen Alkoholkonsum schaffen kann.

Die Teilnehmer des Runden Tisches verständigten sich weiterhin darauf,

  • dass die Arbeit in der Prävention in Richtung junge Erwachsene und Eltern gehen und in eine Direktansprache münden soll,

  • eine „unverbindliche Patientenrechnung“ die Verursacher über die aus ihrem Vollrausch resultierenden Kosten aufklären soll,

  • weitere repressive Maßnahmen nicht zielführend seien und weitere Verbote kritisch betrachtet werden müssten.

 





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