Der diesjährige Christopher Street Day (CSD) vom 23. Juli bis 1. August ist unter das Motto gestellt „Schön wär’s!“. Beim heutigen Empfang im Stuttgarter Rathaus warb Oberbürgermeister Dr. Schuster gemeinsam mit der Schirmherrin Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger für Toleranz im Umgang mit Homosexualität.
OB Schuster: „Niemand soll in Stuttgart aufgrund einer bestimmten Überzeugung oder aufgrund eines bestimmten Glaubens, aufgrund einer bestimmten Eigenschaft oder einer sexuellen Orientierung benachteiligt oder ausgegrenzt werden. Jeder muss Rücksicht auf den Anderen nehmen. Man soll das Anderssein anerkennen, man muss es nicht teilen. Das ist der Kern des Toleranzgedankens.“ Und weiter:
„Meine Überzeugung ist, dass Vielfalt in allen Lebensbereichen eine Chance und keine Bedrohung ist. Deshalb muss Vielfalt ermöglicht werden.“ Wer bestimmte Meinungen oder Handlungen oder Orientierungen ausgrenze, tue sich selbst keinen Gefallen. „Ausgrenzung ist keine Stärke sondern ein Ausdruck von Schwäche“, so OB Schuster.
Die Stadtverwaltung hat bereits praktische Konsequenzen mit Blick auf die gleichgeschlechtliche Lebensweise getroffen. OB Schuster: „Wir haben entschieden, dass die Antragsstellung zur Registrierung einer Lebenspartnerschaft dort erfolgt, wo sie hingehört: im Standesamt. Wir haben auch entschieden, keine höheren Gebühren für die Homo-Ehe zu erheben.“
Auf das Motto des CSD bezogen sagte OB Schuster: „Schön wär’s, wenn es keine Vorurteile mehr über homosexuelle Mitbürgerinnen und Mitbürger gäbe, wenn es keine Ausgrenzung mehr von Homosexuellen gäbe – und dies nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Schön wär’s auch, wenn Sie nächstes Jahr wieder ins Rathaus kämen!“


