Stadtverwaltung Fußball-WM-Finale ist für Deutsche wichtiger als Sex Repräsentative Umfrage für das Magazin Reader's
Digest: 52 Prozent der Bürger lassen für Endspiel mit deutscher
Beteiligung alles stehen und liegen
Bundestrainer Joachim Löw kann sich freuen. Sollte der
Bundestrainer mit seiner deutschen Mannschaft bei der bevorstehenden
Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika ins Endspiel kommen, wird halb
Deutschland vor dem Fernsehgerät sitzen und alle anderen Tätigkeiten
in dieser Zeit ruhen lassen. Das geht aus einer repräsentativen
Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für das Magazin
Reader`s Digest (Juni-Ausgabe) hervor. Das zentrale Ergebnis: 52
Prozent der Deutschen bringt im Moment des Finales mit deutscher
Beteiligung nichts oder nur ein Notfall weg vom Bildschirm. Nicht
einmal eindeutige Angebote des Partners oder der Partnerin können
daran etwas ändern: Die Umfrage ergab, dass nur für fünf Prozent der
Befragten der Sex mit dem Partner ein ausreichender Grund wäre, auf
das Verfolgen des Finales zu verzichten.
Demnach sagten 19 Prozent der Befragten: "Mich kann gar nichts
davon abhalten, ein Finale mit deutscher Beteiligung zu sehen."
Weitere 33 Prozent gaben in der Umfrage für Reader`s Digest an, sie
würden auf jeden Fall das Spiel im Fernsehen schauen, sofern sie
nicht schwer erkrankt seien, einen Unfall hätten oder in eine andere
Notsituation geraten würden.
Die jüngsten und die ältesten Befragten zeigten die größte
Fußballbegeisterung. 58 Prozent der 14- bis 29-Jährigen wollen ein
Finale mit deutscher Beteiligung auf - fast - jeden Fall verfolgen,
bei der Gruppe der über 60-Jährigen sind es sogar 59 Prozent.
Aber es gibt auch Andersdenkende, die mit der Fußball-WM nichts zu
tun haben wollen. 38 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, sie
würden sich nicht für Fußball interessieren. Vor allem bei den Frauen
hält sich die Begeisterung für das Turnier in Grenzen. 47 Prozent
würde ein Endspiel in Südafrika mit Löw & Co. völlig kalt lassen.
Zur Methode der Umfrage: Am 26. und 27. März 2010 wurden
bundesweit repräsentativ 1001 Menschen befragt.