Das Jugendamt erwartet, dass sich vor dem Hintergrund der angespannten Wirtschaftslage die Situation für Jugendliche aus Haupt- und Förderschulen sowie Mädchen und Jungen ohne Schulabschluss eher zuspitzen wird. Insbesondere wird es für sie noch schwieriger werden, sich auf dem Ausbildungsmarkt zu behaupten.
Die Jugendberufshilfe setzt als Auftrag der Jugendhilfe zum einen präventiv in der Berufsorientierung an. Zum anderen werden junge Frauen und Männer, die kein Angebot der Agentur für Arbeit oder des JobCenters erhalten oder aus diesen Angeboten herausgefallen sind, durch passgenaue Angebote beim Einstieg ins Berufsleben unterstützt.
Besondere Akzente will das Jugendamt in den nächsten zwei Jahren an vier Punkten setzen. Zunächst sollen passgenaue Angebote für schulmüde 15- bis 18-Jährige entwickelt werden, die bislang keinen Hauptschulabschluss erreichen konnten. Für sie müssen alternative Lernformen entwickelt und angeboten werden.
Darüber hinaus wird die fachliche Weiterentwicklung und Unterstützung der Sozialarbeit an beruflichen Schulen in Angriff genommen.
Dann soll die Unterstützung von Jugendlichen, die berufsschulpflichtig sind, jedoch keine weiterführende Schule, Ausbildung oder Berufsvorbereitung besuchen, (Jungarbeiter/-innen) verbessert werden.
Als vierter Schwerpunkt werden verschiedene Ansätze der Berufsorientierung an Hauptschulen erprobt. Dazu könnte ein Coachingansatz für Mädchen zur Erweiterung des Berufswahlspektrums gehören oder ein Ansatz zur Beratung durch Gleichaltrige (Peer-Mentoring). Außerdem soll die Möglichkeit erprobt werden, Berufsfelder im Vorfeld von betrieblichen Praktika kennenzulernen.
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